Über das Institut für Sozialgestaltung,
Entwicklungs- und Gesundheitsfragen (IfSEG)



In einer Zeit, in der die Zerstörungskräfte in der Welt mächtig um sich greifen, erscheint die Entwicklung des höheren Selbstes des Menschen von der allergrößten Notwendigkeit. Denn offensichtlich sind wir Menschen aus unserer subjektiv geprägten Sphäre heraus, aus der wir die Welt betrachten, nicht mehr in der Lage, zu sozialfähigen und beziehungsvollen Lösungen der Probleme unserer Zeit zu kommen, aus denen heraus ein erbauender Umgang mit der Erde und den Mitmenschen entstehen kann.
Das IfSEG Institut verfolgt deshalb das Anliegen, die geistige Entwicklung und damit den Entschluss zur „Selbstwerdung“ des Menschen zu fördern.
Der moderne Mensch hat in der Regel das Gefühl, bereits ein Selbst zu sein oder zu haben. Aus einer spirituellen Perspektive, wie sie sich geistig schauenden Menschen wie dem vor 100 Jahren verstorbenen Rudolf Steiner oder auch dem zeitgenössischen Geistforscher Heinz Grill zeigt, stellt sich dasjenige, was wir als unser „Selbst“ identifizieren, jedoch noch keineswegs als die wahre Wesenheit des Menschen dar. Vielmehr muss jene wahre und damit zukunftsfähige Wesenheit des Menschen erst noch von uns durch geistige Schulungsarbeit entwickelt werden.

Während nämlich das niedere Ich des Menschen, in welchem wir noch verhaftet sind, seine Lebensziele aus unbewussten Gewohnheiten, Wünschen und Bedürfnissen heraus steuert und damit immer aus dem Gefühl heraus handelt, durch das Handeln einen persönlichen Nutzen haben zu wollen, wird das von uns noch zu entwickelnde „höhere Selbst“ mit dieser Art zu handeln niemals zufrieden sein.
Dies beschreiben beispielsweise Menschen, die sogenannte Nahtoderlebnisse hatten und dabei die Welt einmal aus einer übergeordneten und damit objektiveren Perspektive heraus erleben konnten. So berichten sie, dass sich ihnen im Rahmen einer Lebensrückschau all diejenigen Handlungen, die sie aus einem bloßen persönlichen Nutzdenken vollzogen hatten, als wertlos darstellten und ihnen in der nachtodlichen Perspektive sogar so etwas wie einen Schmerz und ein Leid bescherten. All diejenigen Handlungen dagegen, in denen es ihnen in einer Art Selbstüberwindung gelang, etwas vollkommen unabhängig vom persönlichen Nutzen, rein aus der Erkenntnis, dass es für das Ganze einen Wert darstellen würde, zu tun, schaffen im Nachtodlichen tiefe und beziehungsvolle Verbindungen zur Welt und zu anderen Menschen. Sie geben damit der Seele eine friedvolle Freiheit und Schaffenskraft.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin und Arzt für Anthroposophische Medizin, Dr. med. Jens Edrich, hat zusammen mit seiner Frau Claudia Neuner im Jahr 2022 das IfSEG auch als Antwort auf die Coronakrise gegründet. Er hat sich mit Hilfe von für ihn wichtigen geistigen Lehrern und Vorbildern wie insbesondere Johann Wolfgang von Goethe, Rudolf Steiner, Mahatma Gandhi und gegenwärtig vor allem Heinz Grill (heinz-grill.de) über viele Jahre hinweg mit diesen Fragen beschäftigt. Dabei hat er die Erfahrung gemacht, dass Krankheiten und Krisen vom Menschen in dem Moment überwunden werden können, wo er sich dazu entschließt, durch geistige Entwicklungsschritte, innere Schulung und Selbstüberwindung sein Handeln aus jenem aufkeimenden höheren Selbst heraus zu formen und dabei das niedere Ich immer weiter hinter sich zu lassen. Auf diese Weise konnte er in seiner Praxis vielfältigste Heilungsvorgänge anregen und begleiten. Zugleich zeigte sich aber auch, dass jene Heilungen nur dort Bestand haben können, wo der Mensch die erhaltenen ersten Anregungen zur Entwicklung dieses höheren Selbstes im weiteren Verlauf selbständig weiterentwickelt. Ansonsten wird der Mensch automatisch wieder in sein niederes Ich zurückfallen und damit noch größeren Krankheiten und Krisen Tür und Tor öffnen. Dazu braucht der Mensch wie überall, wo er etwas Neues erlernen möchte, zum einen Weisheitsquellen, von denen er die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung des Selbstes erlernen kann. Zum anderen benötigt er aber auch ausreichende Hilfestellungen, Übungs- und Korrekturmöglichkeiten, um diese Gesetzmäßigkeiten erkennen, wertschätzen und schließlich immer weiter in die Realisation bringen zu können.

So entstand der Impuls, das IfSEG zu gründen, aus der Erkenntnis heraus, dass es neben einer Arztpraxis für den Menschen auch dieser Möglichkeit der Schulung und Weiterentwicklung bedarf. Als Vorbild für das Institut diente ihm dabei die in Norditalien gelegene „Freie Hochschule für Spiritualität in Lundo“, an der der bereits erwähnte zeitgenössische Geistforscher Heinz Grill auf sehr fortgeschrittenem Niveau das Anliegen der geistigen Schulung des Menschen verfolgt und mit dem das Institut in geistiger Verbindung steht. Gleichzeitig aber liegt dem IfSEG und allen mit diesem verbundenen Initiativen aber auch der von Heinz Grill in Lundo aufgegriffene Gedanke Rudolf Steiners von den sogenannten Kulturoasen zugrunde.
So sprach Rudolf Steiner bereits vor einhundert Jahren von der drohenden Gefahr der vollkommenen Geistverneinung und von schweren daraus resultierenden Krisen, die über die Menschheit hereinbrechen würden. Weiter beschrieb er, wie es gerade in jenen Zeiten aber darauf ankommen wird, dass überall in Europa kleine, geistige, kulturell und wirtschaftlich tätige Oasen geschaffen werden, in denen Menschen aus einer Hingabe an eine wahre Spiritualität heraus gemeinsam die Ideale, wie sie einmal im deutschen Idealismus der Goethe-Zeit hätten geboren werden wollen, zum Erblühen bringen, um dadurch neue Friedens- und Gesundheitskräfte für die Welt zu kreieren.
Diese Notwendigkeit soll mit der Gründung des Institutes für Sozialgestaltung, Entwicklungs- und Gesundheitsfragen aufgegriffen werden. In diesem Sinne möchten das IfSEG und der in dessen Zusammenhang tätige Mitarbeiterkreis all diejenigen zur inneren Schulung und Entwicklung einladen, die sich einem solchen Anliegen verbinden wollen.
Dr. med. Jens Edrich und Claudia Neuner
als Begründer
sowie
Michael Bullinger und Andrea Steger
als Mitarbeiterkreis